Wissen für innovative Lebensmittel
19.03.10

Starker Auftritt in Brüssel

Offizielle Eröffnung der DIL-Repräsentanz Brüssel am 17.03.2010

Das DIL freut sich über prominenten Besuch in seinen neuen Räumlichkeiten in der Hauptstadt Belgiens. Europaabgeordneter Dr. Hans-Gert Pöttering, früherer Präsident des Europäischen Parlaments, gratulierte dem DIL zu diesem zukunftsweisenden Schritt. Auch Dr. Reinhold Kassing, erster Kreisrat des Landkreises Osnabrück und stellvertretender Aufsichtsrat des DIL, zeigte sich beeindruckt vom dem Netzwerk welches sich das DIL bereits nach kurzer Zeit in Brüssel zu nutze macht.

„Es ist außerordentlich zu begrüßen, dass das Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik jetzt auch eine Vertretung in Brüssel hat. Das erleichtert den Kontakt zu den europäischen Institutionen. Die Unterbringung des Büros im Haus der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft ist besonders wichtig, um die deutschen Interessen gemeinsam zu vertreten“ so Dr. Hans-Gert Pöttering, der dem DIL bei der offiziellen Einweihung des Brüsseler Büros auch für die Zukunft seine Unterstützung zusagt.

Seit Ende 2009 ist das DIL nun auf dem Brüsseler Parkett aktiv. Mit ausschlaggebend für diesen Schritt war der Zuschlag der Europäischen Kommission für das vom DIL initiierte und nun koordinierte Exzellenznetzwerk HighTech Europe. Kompetenzen und Expertise in der lebensmittelverarbeitenden Forschung zu bündeln, gemeinsame Forschungsinfrastrukturen zu nutzen und neue Wege für den Wissenstransfer zu beschreiben, ist erklärtes Ziel des Netzwerkes. Europa wird seine globalen Wettbewerbsvorteile langfristig nur durch eine starke Förderung seiner Wissenschaftsgesellschaft sichern können. Der Transfer von Wissen in innovative Produkte und Prozesse ist ohne Frage auch für das produzierende und stark auf den Export ausgerichtete Lebensmittelgewerbe von höchster Bedeutung. Mit einem Jahresumsatz von über 900 Milliarden Euro ist die europäische Lebensmittel- und Getränkeindustrie einer der bedeutendsten Industriesektoren in Europa.

Der Stellenwert europäischer Aktivitäten in Forschung, Entwicklung und Innovationen nimmt sowohl bei der Vergabe nationaler Haushaltsgelder als auch bei der Verteilung europäischer Finanzmittel zu. Langfristiges Ziel der EU-Mitgliedsstaaten ist es, 3% des Bruttoinlandprodukts in Forschung und Entwicklung zu investieren. Mit Blick auf den neu zu verhandelnden EU-Haushalt 2014 – 2020 gilt es, bereits jetzt seine Interessensschwerpunkte zu kommunizieren. Die Büroeinweihung des DIL nutzten Dr. Reinhold Kassing, Institutsleiter Dr. Volker Heinz und Herr Ansgar Pohlmann von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Osnabrück auch, um Gespräche mit Vertretern der Forschungskommission, der Kommission für Unternehmen und Industrie sowie den im Haus der Agrar- und Ernährungswirtschaft vertretenden Verbände zu führen. „Mit seinem breit gefächerten Know-how für die lebensmittelverarbeitende Industrie sind nicht nur die lebensmittelspezifischen Ausschreibungen des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms für das DIL von Interesse. Vielmehr gilt es seinen Blick auch auf die Förderprogramme ‚Nanowissenschaften und –technologien, Materialien und Produktionstechnologien’ und ‚Informations- und Kommunikationstechnologien’ zu richten. Auch stehen dem DIL die Fördermöglichkeiten des Wettbewerbs- und Innovationsprogramms und des Europäischen Strukturfonds offen“ erläutert Frau Dr. Kerstin Lienemann vom DIL Büro Brüssel. Letzteres hat das DIL bereits erfolgreich für sich genutzt und wird ab Mai 2010 als ‚lead partner’ das Netzwerk ‚Food Future’ koordinieren. Das INTERREG IV Projekt Food Future ist ein grenzüberschreitendes Netzwerk zur Unterstützung von klein- und mittelständigen Unternehmen der Ernährungsindustrie in der deutsch-niederländischen Grenzregion mit einem Gesamtvolumen von 10,9 Millionen Euro.

Dr. Reinhold Kassing, erster Kreisrat des Landkreises Osnabrück, sieht mit dem DIL Büro in Brüssel auch die starke Verbundenheit des Instituts zur Region bestätigt. Netzwerk und Räumlichkeiten des DIL Büros in Brüssel können künftig auch vom Landkreis Osnabrück genutzt werden. Vielfach hat das DIL bereits bewiesen, die Zeichen der Zeit frühzeitig zu erkennen. Der Schritt nach Brüssel ist ein konsequenter Schritt für die Weiterentwicklung des Instituts und die Stärkung der Region mit seinen zahlreichen Unternehmen der lebensmittelverarbeitenden Industrie.

Das DIL Büro ist in zentraler Lage vis-a-vis zum Europäischen Parlament im deutschen Haus der Agrar- und Ernährungsforschung angesiedelt. Die Bürogemeinschaft umfasst den Deutschen Bauernverband (DBV), den Deutschen Raiffeisenverband (DRV), die Gemeinschaft zur Förderung der privaten deutschen Pflanzenzüchtung und den Forschungskreis der Ernährungsindustrie (GFP/FEI), den Verband der Landwirtschaftskammern (VLK), die Landwirtschaftskammer Niedersachen, die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tierzüchter (ADT) und ab dem 1. April auch den Bundesverband der deutschen Süßwarenindustrie (BDSI), den Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie (BOGK) sowie den Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und Importeure (BSI).

Schwerpunkt des Brüsseler DIL Büros ist die Koordination des 7 Millionen Euro Netzwerkes HighTech Europe mit seinen insgesamt 22 Partnern aus 9 EU-Ländern und Australien sowie die europäische und internationale Ausrichtung des DIL voranzutreiben.

Kontakt:

Dr. Kerstin Lienemann
DIL Büro Brüssel
Rue du Luxembourg 47-51
B-1050 Brüssel
E-Mail : k.lienemann@dil-ev.de
Tel. 0032 473 523 692