Wissen für innovative Lebensmittel
16.09.10

Forschung für bessere Lebensmittel

Niedersächsischer Wirtschaftsminister Bode besucht das DIL in Quakenbrück

Das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik e.V. ist bekanntermaßen eine Forschungseinrichtung, mit dem Ziel unsere Lebensmittel besser und die Art und Weise der Erzeugung wirtschaftlicher zu machen. Weniger bekannt ist, dass es sich beim DIL nicht um eine staatliche Einrichtung handelt, sondern um eine selbstständige und unabhängige Organisation, die als eingetragener Verein derzeit ca. 140 Unternehmen der Ernährungswirtschaft vertritt und mit einem Umsatz von über 7 Mio. Euro einen erheblichen Anteil der Forschungsaufwendungen dieser Unternehmen auf sich vereinigt.

Trotzdem es sich bei der Lebensmittelindustrie um den viertgrößten Bereich des produzierenden Gewerbes in Deutschland handelt, geben die Unternehmen lediglich 0,2% ihres Umsatzes für Forschung- und Entwicklung (F+E) aus. Zum Vergleich: die Automobilindustrie wendet hier 5% auf!

Grund genug für den Niedersächsischen Wirtschaftsminister Bode sich am DIL über Möglichkeiten zur Erhöhung des F+E-Anteils dieses für das Bundesland so wichtigen Industriezweigs zu informieren. In Niedersachsen rangiert die Ernährungswirtschaft gleich nach der Automobilindustrie auf Rang 2.

Zusammen mit Frau Petra Fischer, Vorsitzende FDP Ortsverband Artland, und Herrn Franz Diekel, FDP Fraktionsvorsitzender im Rat der Samtgemeinde Artland, konnte sich Minister Bode von der Vielfalt und der Breite der Aktivitäten des DIL überzeugen. „Wir sind weltweit das einzige Institut, das für die Lebensmittelindustrie vom Reagenzglas bis zur fertigen Industriemaschine Dienstleistungen anbietet“ berichtete der Leiter des DIL Dr. Volker Heinz den gut informierten Besuchern und ergänzte: „Theoretisches Wissen hilft den Unternehmen nicht weiter – unsere Kunden schaffen mit uns zusammen Innovationen, die die Branche auch im globalen Vergleich wirtschaftlicher machen“.

Der Minister zeigte sich erfreut, dass es gelungen ist, eine Forschungseinrichtung wie das DIL dauerhaft in Niedersachsen zu etablieren, denn damit sei für das Bundesland ein eindeutiger Standortvorteil erreicht worden: „Forschung und Entwicklung ist für die effiziente Erzeugung qualitativ hochwertiger und attraktiver Produkte möglichst aus heimischen Rohstoffen gerade im Hinblick auf den globalen Wettbewerb von entscheidender Bedeutung“. Bode führte weiter aus, dass die Landesregierung durch zahlreiche flankierende Maßnahmen das Zusammenspiel von Ernährungswirtschaft und Forschung nachhaltig fördere. Das DIL sei ein hervorragendes Beispiel dafür wie sich staatlich aufgewendete Fördergelder im Sinne von public-private-partnership zum Nutzen der Unternehmen und Verbraucher multiplizieren können.

Beim Institutsrundgang zeigte sich der Minister besonders interessiert an der vom DIL entwickelten ELCRACK®-Technologie zur ´kalten´ Entkeimung flüssiger Produkte, die schon in vielen Ländern der Welt im Einsatz ist.